RADIOWERBUNG

Media
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Affinitätsindex

Der Affinitätsindex ist der Zielgruppenanteil an der Nutzerschaft eines Mediums im Verhältnis zum Zielgruppenanteil an der Gesamtbevölkerung. Ein Affinitätsindex von 100 besagt "Durchschnittliche Affinität" Formel: Anteil der Nutzerschaft eines Mediums in Prozent geteilt durch den Anteil der ZG an der Gesamtbevölkerung in Prozent x 100 = Affinitätsindex 

ag.ma

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. ist der Zusammenschluss von insgesamt ca. 250 Agenturen, Werbeträgern und Werbungtreibenden mit dem Ziel, die Leistung von Werbeträgern und deren Nutzern zu erheben. Die von der AG.MA zu diesem Zweck durchgeführte Untersuchung ist die Media-Analyse (ma).

Analyse

Technik der Verarbeitung von Untersuchungsdaten. Sie geht oft auf mathematisch-statistische Verfahren zurück. Die Bezeichnung wird auch verwendet für das Ergebnis eines solchen Vorgehens, also den fertigen Bericht und als Kurzbezeichnung für die Media-Analyse. Auf diese Weise eröffnen die Mediennutzungsdaten und Konsumdaten eine Fülle von Möglichkeiten der Zielguppenbestimmung. ( s. VuMA, Elektronische Medienanalyse (E.M.A.) und MA Intermedia).

Aufriss

Es besteht die Möglichkeit, einen Aufriss je Planevaluierung ausweisen zu lassen. Anhand eines Aufrisses kann die angegebene Zielgruppe in weitere "Unterzielgruppen" (z.B. Bundesländer, soziodemographische Merkmale u.s.w.) aufgeteilt werden. Somit lässt sich verdeutlichen, wie sich die Leistungswerte auf die "Unterzielgruppen" verteilen. 

Ausfälle

Hierunter versteht man Interviews, die nicht zustande kommen, obwohl sie in der Stichprobe vorgesehen sind. Zu den Ausfällen, die die Repräsentanz berühren, gehören Verweigerungen und nicht angetroffene Personen. Man unterscheidet generell qualitätsneutrale und systematische Ausfälle. 

Ausgangsplan

Ein beliebiger Mediaplan (der vorausgegangenen Kampagne, Ergebnis einer Mediaselektion oder nach Erfahrungswerten zusammengestellt), der als Vergleichsbasis dient, um Leistungskriterien von Alternativplänen zu beurteilen. 

Ausschöpfung

Die Ausschöpfungsquote (in %) gibt an, wie viele Adressen bzw. Zielpersonen in einer Befragung erreicht wurden und wie viele nicht erreicht wurden (=Ausfälle ). Bei den Ausfällen unterscheidet man grundsätzlich qualitätsneutrale (z.B. Faxanschluss, keine Telefonnummer) und systematische (z.B. Interview-Verweigerung) Ausfälle. Die Ausschöpfung gibt somit an, inwieweit die geplante Stichprobe ausgeschöpft wurde. Der Wert sollte laut ZAW-Rahmenschema mindestens 70 % betragen.

Basis (Rangreihe/Streupläne/ Tabellierungen)

Basis einer Analyse ist die Anzahl der auswertbaren Interviews (Fälle) und die Hochrechnung in Mio./Tsd. für die angegebene Zielgruppe.

Blocklänge

Die Blocklänge meint einfach die Dauer eines Werbeblocks. Welchen Einfluss hat die Zeitdauer eines Werbeblocks auf die Werbewirksamkeit der darin ausgestrahlten Werbespots? Erst-und Schlussplatzierung eines Blocks ziehen die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Der Erfolg des steigenden Werbedrucks in einem Block ist natürlich auch von der Qualität des Spots abhängig. Favorisierte Programme, wo der Nutzer sich die Abfolge des Programmes durch die Häufigkeit eingeprägt hat, unterliegen stärker dem Effekt, dass Zuschauer/Zuhörer sich der Werbung entziehen. 

Brutto-Kontakte=Brutto-Reichweite

Dieser Wert drückt die Anzahl/Summe aller Kontakte mit einem Medium aus. Kontakte/ Kontaktchancen von Personen mit einem Medium oder mehreren Medien (auch mit einem oder mehreren Werbemitteln) in Mio./Tsd. oder % (GRP). Bei Mehrfachbelegungen eines Mediums oder mehreren Medien werden die einzelnen Reichweiten ohne Berücksichtigung interner oder externer Nutzerüberschreitungen addiert, d.h. aus der Brutto-Reichweite ist nicht ersichtlich, wie viele Personen man erreicht hat. Nur bei einer Belegung ergibt sich, dass die Bruttoreichweite eines Senders identisch mit der Nettoreichweite ist. 

CATI

Computer Aided Telephone Interviewing (Persönliche Interviewform über Telefonstudios) Seit der MA 2000 offizielle Erhebungstechnik der Media-Analyse (Radio-MA).

DAB=Digital Audio Broadcastinge

(digitaler terrestrischer Hörfunk) Es ist die Ausstrahlung von digitalen Hörfunkprogrammen mit einer der CD vergleichbaren Klangqualität über terrestrische Sendernetze. Es handelt sich um europaweite Aktivitäten zur Koordination der Forschungs-und Entwicklungsaktivitäten für die Durchsetzung des digitalen terrestrischen Hörfunks. Vorteil liegt in der geringen Störungsempfindlichkeit auf dem Übertragungsweg. Hauptproblem ist dabei die Verfügbarkeit eines geeigneten Frequenzbereiches und der Endgeräte.

Demographische Merkmale

Sie beschreiben wirtschaftliche und - eingeschränkt - soziale Eigenschaften von Personen oder auch Ländern, Gemeinden, Gesellschaften. Zu den typischen und häufig benutzten demographischen Merkmalen gehören Alter, Geschlecht, Familienstand, Schulbildung, Berufstätigkeit, Art der Berufstätigkeit und die Wohnortgröße. Sie sind die Unterscheidungsmerkmale in der Planung und Forschung.

DIARY

Diary ist eine Erhebungsmethode, bei der die zu Befragenden ein "Tagebuch" erhalten, in dem sie ihre Antworten notieren (z.B. das Haushaltsbuch der VuMA).

DRR=Direct Response Radio

Über das Radio werden Produkte und Dienstleistungen zur sofortigen Bestellung über eine Telefonnummer angeboten. Die Produkte sind in der Regel in der angebotenen Form im Geschäft nicht erhältlich. Bestellungs-und Datenaufnahme erfolgt meistens über eine Telefonmarketing-Agentur. Vorteil: schnelle Adressen-/Kundengewinnung, Erfolgskontrolle, geringe Produktionskosten Nachteil: Hörfunk wird häufig als Begleitmedium genutzt, eventuell kein Telefon oder Stift zur Hand.

Durchschnittskontakte (OTH-opportunity to hear)

Durchschnittliche Anzahl der Kontakte mit einem Werbeträger oder einer Werbeträgerkombination, bezogen auf alle Personen, die insgesamt von dem Werbeträger bzw. der Kombination erreicht werden, also mindestens einen Kontakt gehabt haben. Formel: Summe aller (Brutto-)Kontakte absolut --------------------------------- = Durchschnittskontakte Nettoreichweite absolut 

Erhebung

In der Statistik die systematische Untersuchung, Aufzählung oder Beobachtung einer Gesamtheit oder Stichprobe von Elementen. Sie soll die Häufigkeit, Intensität und Korrelation von bestimmten Merkmalen feststellen.

Exklusivhörer

Ein Hörer, der nur einen einzigen Werbeträger/Sender hört und daher nicht mit anderen Werbeträgern/Hörfunksendern erreicht wird.

Face-to-Face Interview

Es handelt sich um eine persönlich-mündliche Befragung, häufig unter Verwendung von Karten- und Listenvorlagen.

Fallstudie = Case-Study

Untersuchung, die nicht allgemeine Gesetzmäßigkeiten aufdecken soll, sondern nur Befunde für einen einzelnen Fall liefert, z.B. werden nicht generelle Gesetzmäßigkeiten zur Werbewirkung ermittelt, sondern nur die einer einzelnen Kampagne.

Fallzahl

Anzahl der Interviews, die für eine Untersuchung durchgeführt werden.

Feldarbeit

Die Feldarbeit bezeichnet die Durchführung der Erhebung, z.B. die konkrete Befragung der Zielperson anhand eines bereits im Vorfeld entwickelten Fragebogens.

Fragestellung

geschlossen = Antworten vorgeben 

offen = keine Antwort vorgegeben 

Gelegenheitshörer

Personen, die 1, 2 oder 3 von 6 Werktagen (Mo-Sa) Radio hören. Ein Hörer, der eine Hörerwahrscheinlichkeit zwischen 42% und 58% im weitesten Hörerkreis aufweist, wird als gelegentlicher Hörer kategorisiert. (siehe auch Stammhörer).

Gewichtung

Ist eine Rechenoperation mit dem Ziel einer Bewertung von Elementen oder Teilgruppen, um in Stichproben auftretende Verzerrungen zur Grundgesamtheit richtigzustellen. Es werden einzelne Personensegmente ihrer Bedeutung entsprechend gewichtet. Technisch verläuft die Gewichtung in mehreren Schritten (iteratives Verfahren).

GRP Gross Rating Point (Bruttoreichweite in %)

Eine rein rechnerische Messgröße für die Bewertung von Mediaplänen. Es handelt sich um die addierte Anzahl der Kontakte ohne Berücksichtigung von Überschneidungen und wird in Prozent angegeben. Er drückt somit die prozentuale Bruttoreichweite aus. GRP-Werte sind Durchschnittswerte, die für die Kontaktqualität eines Mediums keinerlei Aussagewert haben. In ihnen schlägt sich jedoch der Werbedruck wieder, der erforderlich ist, ein bestimmtes Werbeziel zu erreichen. Es gibt verschiedene Formeln, um den GRP zu berechnen: 1. GRP = Kontakte in Mio. geteilt durch Zielgruppenpotential in Mio. x 100 2. Reichweite in % x Durchschnittskontakte = GRP 3. Reichweite in % bei 1 Einschaltung x Anzahl der Schaltungen = GRP Der GRP ist ein Hilfswert zum Vergleich der Werbeintensität in verschiedenen Gebieten oder Zeiträumen und ermöglicht einen Vergleich zwischen verschiedenen Mediagattungen. Des Weiteren können über den GRP die Reichweiten- oder Durchschnittskontaktdefizite einzelner Werbeträger bewertet werden. Der Werbedruck kann je nach Nutzungsverhalten durch eine hohe Reichweite oder durch viele Kontakte erzielt werden. Im Unterschied zur Nettoreichweite in % beinhaltet dieser Wert alle Kontakte, folglich nicht die Zahl der Personen, sondern Mehrfachkontakte pro Person. 

Hochrechnung

Umrechnung der in einer Stichprobenerhebung ermittelten Größenordnung auf absolute Zahlen der Grundgesamtheit, auch Projektion genannt. 

Hördauer

Die Hördauer (5:00-24:00 Uhr) bezieht sich auf die Zeit, die durchschnittlich pro Kopf der Bevölkerung mit Radiohören verbracht wird. Die Hördauer wird für jeden Sender aus der Summe der gehörten Viertelstunden dieses Senders dividiert durch die Gesamtzahl der Befragten (Hörer und Nichthörer) gebildet. Die Hördauer kann sender-und regionalbezogen ausgewiesen werden. 

Hörer gestern

Unter den "Hörer gestern" versteht man alle Personen, die im Tagesablauf (5:00-24:00 Uhr) während mindestens eines Zeitintervalls (15 Minuten) Radio gehört haben, und sei es auch nur für ein paar Minuten. (Schon mal gehörte Sender -> Weitesten Hörerkreis -> Hörer Gestern).

Hörer im Zeitabschnitt

Dieser Wert gibt an, ob der Befragte normalerweise zu bestimmten Zeitabschnitten Radio hört. (Frage 3 der MA): "An wieviel Tagen in einer normalen Woche hören Sie zwischen 6.00 und 7.00 Uhr, zwischen 7.00 und 8.00 Uhr..... Radio?"

Hörer pro Durchschnittsstunde

Die Durchschnittsstunde wird herangezogen, um den Hörer pro Durchschnittsstunde zu ermitteln. Er entspricht dem Mittelwert aller Hörer zwischen 6 und 18 Uhr im Zeitraum Montag - Freitag, Samstag und Sonntag.

Hörer pro Tag (HpT)

Der Hörer pro Tag entspricht der kumulierten Nettoreichweite aller werbeführenden Stunden zwischen 5 und 24 Uhr. Beim Hörer pro Tag handelt es sich um einen Wert aus dem p-Werte-Bestand. Sein Äquivalent im Hörer-gestern-Datenbestand ist die Tagesreichweite.

Intermedial

Innerhalb mehrerer verschiedener Mediagattungen.

Intramedial

Innerhalb einer Mediagattung. 

Kontakt

Kontakt bezeichnet jede noch so flüchtige Berührung einer Person oder eines Haushalts mit einem Werbeträger oder einem Werbemittel. Man unterscheidet in Werbeträgerkontakt (WTK) oder Werbemittelkontakt WMK.

Kontaktchance

Die Chance, die ein Werbungtreibender hat, über die von ihm im Werbeträger eingesetzten Werbemittel in Kontakt mit Lesern, Sehern oder Hörern zu kommen.

Kontakthäufigkeit

Anzahl der Kontakte, die eine Person mit einem Werbeträger oder einer Kombination von Werbeträgern hat.

Kontaktklassen

Zusammenfassung einzelner Kontakthäufigkeiten (Anzahl der Kontakte, die z.B. ein Hörer mit einem Radiosender hat) zu Gruppen, beispielsweise Personen mit mindestens 5 Kontakten, um die Lernfähigkeit von Werbebotschaften zu beurteilen.

Kontaktverteilung

Bei Mehrfachschaltungen in einem oder mehreren Werbeträgern werden die Zielpersonen durch interne und externe Überschneidungen zum Teil mehr als einmal erreicht. Die Kontaktverteilung gibt Auskunft, wie sich die Mehrfachkontakte (nach Kontaktklassen) über die erreichten Personen verteilen.

Laufzeit einer Kampagne, eines Mediums

Die Zeitdauer der Werbewirkung von Werbemitteln. Große Bedeutung bekommt die Laufzeit bei saisonaler Werbung oder bei Produkten mit kurzen Einkaufsintervallen, wo nach dem Kampagnenzeitraum nicht mehr die gewünschten Kontakte erbracht werden.

Lift Style Research

Quantitative (Konsumverhalten), soziodemografische (Medianutzung) und qualitative (Aktivitäten, Interessen, Meinungsäußerungen) Erhebungsmerkmale der Befragten werden miteinander verbunden. Hinzu kam die Single-Source-Erhebung, eine komplexe Untersuchung, die sich auf einen einzigen Datenbestand stützte. 

Marketing

produktorientiertes Konzept: Das Wesen des Marketing besteht danach darin, Güter und Dienstleistungen, die ein Unternehmen erstellt, mit Hilfe von bestimmten absatzpolitischen Maßnahmen an den Verbraucher zu bringen. marktorientiertes Konzept: Die Wünsche und Bedürfnisse der Verbraucher sind in den Mittelpunkt der unternehmerischen Entscheidung gerückt. Die Unternehmen sehen ihre Aufgabe in der weitgehenden Bedürfnisbefriedigung. Das Marketing ist danach kein Funktionsbereich der Unternehmung mehr, sondern richtungweisend für den gesamten unternehmerischen Entscheidungsprozess. Marketing ist das Finden und Erfinden von Problemen, deren Bewusstmachung sowie das Anbieten von Lösungen unter Erzielung eines Gewinns. 

Marktanteil

Der Marktanteil eines Hörfunkprogramms bzw. einer Gruppe von Hörfunkprogrammen gibt an, wie groß der prozentuale Anteil der Hördauer des Senders bzw. der Sendergruppe an der Hördauer aller Sender ist.

Marktforschung

Marktforschung ist die systematische Sammlung, Analyse, Aufbereitung und Interpretation von Daten über dem Markt (z.B. Medien, Konsument) und deren Beeinflussungsmöglichkeiten zum Zweck der Informationsgewinnung für Marketing-Entscheidungen.

Media-Analyse (MA)

Die MA ist eine von der Arbeitsgemeinschaft Media Analyse (ag.ma) durchgeführte Multi-Media-Analyse, deren Ziel die Untersuchung der Leistung von Werbeträgern (Print, Hörfunk, TV, Plakat, Kino) und deren Nutzern ist. Es werden neben der Mediennutzung hauptsächlich soziodemografische Merkmale erhoben. Die Daten werden zum einen in Form von Rohdatensätzen bzw. aufgearbeiteten Datensätzen (Basis für die Media-Planung) und zum anderen in Form von gedruckten Berichten zur Verfügung gestellt. Sie ist die wichtigste Datenquelle für die Mediaplanung von Print und Hörfunk. Auftraggeber: alle ag.ma Mitglieder (Werbungtreibende, Agenturen, Medien).

Media-Mix

Mediaeinsatz in mehreren Mediagattungen (z.B. Zeitung/Zeitschrift, Hörfunk, Fernsehen, Plakat, Kino). Weiterhin wird festgelegt, welche Aufgaben die einzelnen Mediagruppen im Rahmen der Kampagne erhalten und wie das zeitliche Zusammenspiel laufen soll. 

Media-Selektion

Auswahl von Werbeträgern mit Hilfe von Analysen (Rangreihen, Tabellierungen) und nach diversen Leistungswerten.

Mediabriefing

Aufstellung aller für die Media-Planung relevanten Fakten. Im Wesentlichen sind es Informationen über Hersteller, Produkt, Marktsituation, Werbeetat, Zielsetzungen und Gestaltungskonzeptionen.

Motive

Motive sind die Ausprägung der Produktwerbung, also die Abfolge des Spots, der tatsächlich gesendet wird. Für den Hörfunksender sind es Audiodaten, für den Fernsehsender Videodaten.

Motivsplit

Für verschiedene Sender werden unterschiedliche Motive eines Produktes gestaltet und geschaltet, angepaßt an die zu erreichende Zielgruppe innerhalb der jeweiligen Hörerschaft oder an das Format der Werbeträgers.

Musikfarben = Musikformate

AC=Adult Contemporary Oldie based AC = Sender, die eine Variation von Titeln aus 60ern, 70ern und 80ern spielen und diese mit aktuellen Titeln ergänzen, meistens präferiert von dem älteren Alterssegment der Kernzielgruppe. Current based AC = Sender, die eine Variation aus den aktuellen Titeln und Recurrents spielen und diese mit 80ern und 70ern ergänzen. Euro AC = verstärkt deutsche, italienische und französische AC-Titel kombiniert mit englischsprachigen AC-Titeln bzw. deutschsprachigen Popmusik-Titeln. Soft AC = Softere und ruhigere AC-Titel. Soft AC-Stationen senden in den Abendstunden sehr häufig Love Songs, ergänzt mit Liebesgrüßen, Partnersuche etc. Hot AC = Progressive AC-Titel und konservative CHR-Titel CHR Adult Contemporary Hit Radio Ausschließlich die aktuellen Hits, 30-40 Titel, ergänzt durch Recurrents und einige wenige Titel aus den 80ern. ZG: 14-24 Jahre Mainstream CHR Popmusik Dance oriented CHR Dancefloor, Charts Rock oriented CHR Rocktitel CHR Klassik Programme, bei denen klassische Musik im Vordergrund steht EHR European Hit Radio schnelle Rotation der Stücke mit schneller und dynamischer Moderation; ZG: 18-29 Jahre, eher männlich MOR Middle of the Road Ein Format für jedermann mit internationaler Musik, der Anspruch lautet, jedem alles zu bieten. Redaktionelle Inhalte spielen eine wesentliche Rolle. ZG: 35-55 Jahre Mainstream MOR programmlicher Schwerpunkt bildet die Musik Full-Service-MOR programmlicher Schwerpunkt ist das Wort, Musik als begleitendes Element EZ Easy Listening soft,entspannend, beruhigend, leicht, meist nur ein Programm-Bestandteil AOR Album oriented Rock sehr rockmusikintensives Format mit abwechslungsreichem Musikmix und redaktionellen Elementen in untergeordneter Rolle; ZG: 18-36 Jahre, eher männlich N/T News und/oder Talk mehr oder weniger nur Wortelemente News = Nachrichtenblöcke von 20 Minuten, mit der wichtigsten Nachricht zu Beginn Talk = Talkshows, Shows mit Interviewgästen und Ratgebershows News Talk = die wichtigsten Zeiten sind reine Nachrichtenprogramme, der Rest sind Talkshows unter Mitwirkung der Hörer 

Netto-Reichweite

Anzahl der Personen, die von einem Werbeträger bzw. einer Werbeträger-Kombination mindestens einmal erreicht werden. Dabei werden Doppel- und Mehrfachkontakte nicht berücksichtigt, d.h. jede Person geht nur einmal in die Rechnung ein, egal wieviele Kontakte sie gehabt hat.

Nielsen-Gebiete

Dabei handelt es sich um die von dem amerikanischen A.C. Nielsen Marktforschungsinstitut vorgenommene Einteilung eines Landes in ungefähr gleichgewichtige Gebiete. In Deutschland bestehen folgende Nielsen Gebiete: Gebiet 1: Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen Gebiet 2: Nordrhein-Westfalen Gebiet 3a: Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland Gebiet 3b: Baden-Württemberg Gebiet 4: Bayern Gebiet 5a: Berlin West Gebiet 5b: Berlin Ost Gebiet 6: Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt Gebiet 7: Thüringen, Sachsen Hinzu kommen 13 Nielsen Ballungsräume, das sind Großstädte und Umgebung bzw. Gebiete wie Rhein-Main und Rhein-Neckar. Die Kaufkraft ist in diesen Gebieten wesentlich höher als in ländlichen Gebieten. 

Overlapping (over-spill)

Die Empfangbarkeit oder Nutzung eines Hörfunk- oder TV-Senders über seine Ländergrenzen ( bzw. Kernsendegebiet) hinaus. 

p-Werte

Bei p-Werten handelt es sich um Wahrscheinlichkeitswerte, "p" steht für "Probability" (Wahrscheinlichkeit). Auf der Grundlage des in den jeweiligen ma-Tranchen ermittelten Mediennutzungsverhaltens wird für jede Befragungsperson berechnet, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie mit einer künftigen Ausgabe oder Zeiteinheit eines Mediums Kontakt haben wird. Dabei geht es beispielsweise darum, vorherzusagen, ob die Person bei Belegung eines Mediums mit zwei Spots oder Anzeigen auch mit der zweiten Buchung erreicht werden würde oder nur mit der ersten. Eine solche Wahrscheinlichkeit wird als p-Wert bezeichnet. Die p-Werte liegen zwischen 0 und 1. Ohne diese Werte wäre es nicht möglich, zu bestimmen, wie viele Personen mit einer Radiokampagne erreicht werden. Die p-Werte sind die Planungsdaten für die Mediaplanung und werden für die Wochentagsgruppen Montag bis Freitag, Samstag und Sonntag ausgewiesen.

Planevaluierung

Erstellung und Optimierung eines Mediaplanes mit verschiedenen Medien/Belegungseinheiten und Frequenzen.

Produktgruppenausschluss

Bei einigen Hörfunksendern wird sichergesellt, dass nicht mehr als ein Produkt einer Produktgruppe innerhalb eines Werbeblocks gesendet wird (Konkurrenzausschluss).

Qualitatives Merkmal

Personengebundenes Merkmal, das durch Ausprägungen unterschiedlicher "Qualitäten" definiert ist, z.B. Beruf, Bundesländer, Geschlecht. Zu beachten ist, daß ein qualitatives Merkmal nicht dadurch zu einem quantitativen Merkmal wird, daß man den einzelnen Ausprägungen Zahlen zuordnet. Die Führerscheinklasse z.B., deren Ausprägungen durch die Zahlen 1,2,3...charakterisiert werden, ist natürlich ein qualitatives Merkmal.

Qualitative Analyse

Untersuchungen mit dem vorrangigen Ziel, Bewertungen, Motivationen, Einstellungen, Funktionen und Vorstellungsbilder zu ermitteln, gegebenenfalls unter Verzicht auf exakte Größenordnungen oder repräsentative Querschnitte im langläufigen Sinne. Es sind Studien mit stark zielgruppenqualifizierten Fragen, sehr niedrigen Fallzahlen und sehr vielen offenen Fragen. Beispiele: Visual Transfer, Creative Hörfunkspots.

Quantitatives Merkmal

Ein zahlenmäßiges Merkmal wie der Anteil der Berufstätigen einer Grundgesamtheit, der Anteil der Haushaltsführenden, die einen bestimmten Sender hören oder die Hörer eines Senders, die in einer durchschnittlichen Stunde zwischen 6-18 Uhr Sender xy hören. 

Random-Route-Stichprobe

Das Verfahren, nach dem Zielpersonen ausgewählt werden. Die Auswahl der Befragten unterliegt einem Zufallsverfahren, das mehrere Schritte umfaßt. Begehungs-Random: Der Interviewer bekommt aus dem Sampling Point als zufälligen Ausgangspunkt einen Straßennamen und eine Hausnummer vorgegeben. Dort wird jeder x-te Haushalt notiert. Im nächsten Schritt erfolgt die Haushaltsauswahl. Aus der resultierenden Haushaltsliste wählt das Institut per Zufallsverfahren jeden y-ten Haushalt aus. Ebenfalls per Zufallsverfahren (z.B. Schwedenschlüssel) wird aus dem Haushalt eine Befragungsperson ausgewählt. Genau diese ausgewählte Person, von der dem Interviewer Startstraße, Hausnummer Ausweichmöglichkeiten, Haushaltsgröße vorgegeben wurden, muß der Interviewer befragen. Telefon-Random: beispielsweise wird jede 10. Telefonnummer vorgegeben oder nach der "Last Birthday"- Methode im Haushalt vorgegangen. 

Rangreihe

eine nach Größe und Wertigkeit geordnete Auflistung der Einzel- oder Durchschnittsstunden eines oder mehrerer Belegungskriterien.

Rundfunkstaatsvertrag/ Landesmediengesetze

eine in den alten und neuen Bundesländern gleichermaßen geltende Rundfunkordnung, die zum 1. Januar 1992 in Kraft trat. Der Staatsvertrag enthält in Form eines Artikelgesetzes insgesamt 5 in sich geschlossene Vertrags-und Gesetzeswerke, nämlich den Rundfunkstaatsvertrag, den ARD-Staatsvertrag, den ZDF-Staatsvertrag, den Rundfunkgebührenstaatsvertrag, den Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag in Ergänzung durch den Bildschirmtext-Staatsvertrag und Vorschriften über In-und Außerkrafttreten bisheriger Regelungen, einige Übergangsbestimmungen und Kündigungsvorschriften. In Niedersachsen und Hessen erlaubt die Landesmedienanstalt keine regionale Werbung.

S&P (Schmidt + Pohlmann) Daten

Die S+P Daten werden von der Nielsen-Werbeforschung erhoben. Mittels Senderlisten der Sender und Mitschnitten der Programme/Werbeblöcke erhebt Nielsen, welche Produkte zu welcher Zeit an welcher Stelle (Placierung) im Werbeblock pro Sender beworben wurden. Durch hinterlegte Preislisten können Bruttoumsatz-Zahlen einzelner Medien zugeordnet werden. S+P Daten werden täglich erhoben und in unterschiedlicher Detaillliertheit je nach Kundenwunsch zur Verfügung gestellt.

Schon mal gehörter Sender

Frage aus der Media Analyse nach den Sendern, die man überhaupt schon mal gehört habe. Diese Frage wird ohne Vorgabe eines Zeitraums gestellt. (Schon mal gehörte Sender -> Weitester Hörerkreis -> Hörer Gestern).

Segmentation

Die Segmentation ist eine spezielle Form der Diskriminanzanalyse, deren Grundprinzip darin besteht, eine Grundgesamtheit nach einem vorgegebenen Außenkriterium so zu untergliedern, dass die dabei entstehenden Segmente sich hinsichtlich dieses Außenkriteriums möglichst deutlich unterscheiden. Es handelt sich um rechnergestützte Programme, die jeweils jede Gesamtheit in zwei Segmente und jedes dieser wiederum in zwei Segmente aufteilen, so dass sich von Ebene zu Ebene die Zahl der Segmente verdoppelt und ein sogenannter Segmentationsbaum entsteht. Die Unterteilung der Grundgesamtheit erfolgt sukzessive jeweils anhand derjenigen unabhängigen Variablen, die zu Segmenten mit möglichst großer Intragruppenhomogenität bezüglich der Ausprägungen des Außenkriteriums führt. Ziel der Aufspaltung ist, durch die Gruppierungen einen möglichst hohen Varianzanteil der abhängigen Variablen zu erklären. In der MA wird das Segmentationsverfahren nach Belson angewendet, dessen Ausgangspunkt für den Hörfunk der Weitester Hörerkreis ist.

Sinus Millieus

Hierbei handelt es sich um eine Klassifizierung der Bevölkerung. Der Milieu-Ansatz von Sinus Sociovision zielt darauf ab, Status und Veränderungen in den Einstellungen und Verhaltensweisen der Bevölkerung vor dem Hintergrund des sich vollziehenden Wertewandels zu beschreiben und prognostizieren. Sinus-Milieus fassen Menschen zusammen, die sich in Lebensauffassung und Lebensweise ähneln. Neben Konsumdaten stehen somit auch psychographische Informationen zur Verfügung. Sinus-Milieus lassen sich z.B. in der VuMA auswerten. Viele Markenartikler verwenden die Sinus-Milieus zur Zielgruppenbeschreibung und Marketingplanung.

Sonderwerbeformen

Werbekurz-/Langsendung: Integration der Werbeaussage in ein eigenes redaktionelles Umfeld Tandem-Spot: Schaltung zweier Spots vor und hinter einem anderen Spot Live-Spot: der Sprecher einer Redaktionssendung moderiert direkt die Hauptinhalte der Werbebotschaft, vermittelt dem Spot so Programmnähe Programm-Spot/anmoderierter Spot: Aufteilung der Gesamtwerbezeit von 45 Sekunden in Live-Anmoderation, vorproduziertem Spot, Live-Abmoderation Patronat/Sponsor-Sendung: Ein Magazin wird unter dem Produkt-oder Herstellernamen patroniert (gestaltete Werbesendungen), Splitten des Werbeanteils ist möglich. Promotion-Spiel: unter der Beteiligung eines Sprechers, Spielleiters, wie zum Beispiel des weißen RTL-Wagens mit Abbildung von Produkt-oder Aktionsmotto moderiertes Zielgruppenmagazin: für junge Hörer, Haushaltsführende, männliche Hörer 

Sponsoring

Sponsoring ist eine Form der Schaffung von Publicity für Unternehmen. Als Sponsoring gilt jeder Beitrag eines nicht im Bereich der Produktion von audiovisuellen oder privaten Unternehmens zur Finanzierung von Programmen, mit dem Ziel, seine Namen, seine Marke, sein Erscheinungsbild, seine Tätigkeit oder seine Leistung zu fördern. Gerade die sportlichen, kulturellen und sozialen Aktivitäten von Personen bzw. Organisationen stehen im Vordergrund der redaktionellen Beiträge der Massenmedien. Durch Sponsoring versucht ein Unternehmen mittels optischer oder akustischer Zeichen in das redaktionelle Umfeld der Medien zu gelangen und eine möglichst breite Masse zu erreichen. Sponsoring basiert auf der Idee des Image-Transfers: Der Sponsor profitiert vom Image des gesponserten Mediums , aber auch umgekehrt. Die EG-Richtlinie sieht für das Sponsoring zwei Artikel (17 und 18) vor: Artikel 17.1 Nennung des Sponsors, Artikel 17.2 Redaktionelle Unabhängigkeit, Artikel 17.3 Verbot der Verkaufsförderung Artikel 18.1 und 18.2 Verbotenes Sponsoring 

Stammhörer

Die MA-Definition lautet: Personen, die 4, 5 oder 6 von 6 Werktagen (Mo-Sa) Radio bzw. einen bestimmten Sender hören.(siehe auch Gelegentlicher Hörer).

Stichprobe

Eine Stichprobe ist eine Auswahl von Personen oder Haushalten, die stellvertretend für x Personen oder Haushalte aus der Grundgesamtheit stehen (=Teilerhebung).Eine Stichprobe sollte dabei ausreichend groß sein, um eine sinnvolle Aussage auch für kleinere Untergruppen machen zu können. Man unterscheidet zwei Auswahlverfahren für die Bildung repräsentativer Stichproben. Quoten-Stichprobe: Die Auswahl der Befragten erfolgt anhand eines Quotenplans, der in seiner Struktur der Grundgesamtheit entspricht. Die Teilauswahl wird analog zur Verteilung einiger Merkmale (meist demografische Merkmale) der Grundgesamtheit aufgebaut. Der Interviewer sucht sich dann die Befragungspersonen nach diesem Quotenplan. Die Repräsentanz kann durch statistische Fehlerberechnung gesichert werden. Diese Stichprobenauswahl basiert nicht auf einem Zufallsmechanismus. Random-Stichprobe Das Verfahren, nach dem Zielpersonen ausgewählt werden. Die Auswahl der Befragten unterliegt einem Zufallsverfahren, das mehrere Schritte umfaßt. Begehungs-Random: Der Interviewer bekommt aus dem Sampling Point als zufälligen Ausgangspunkt einen Straßennamen und eine Hausnummer vorgegeben. Dort wird jeder x-te Haushalt notiert. Im nächsten Schritt erfolgt die Haushaltsauswahl. Aus der resultierenden Haushaltsliste wählt das Institut per Zufallsverfahren jeden y-ten Haushalt aus. Ebenfalls per Zufallsverfahren (z.B. Schwedenschlüssel) wird aus dem Haushalt eine Befragungsperson ausgewählt. Genau diese ausgewählte Person, von der dem Interviewer Startstraße, Hausnummer Ausweichmöglichkeiten, Haushaltsgröße vorgegeben wurden, muß der Interviewer befragen. Telefon-Random: beispielsweise wird jede 10. Telefonnummer vorgegeben oder nach der "Last Birthday"- Methode vorgegangen. 

Streuplankosten

Dieser Wert sagt aus, wie viel die platzierten Schaltungen kosten (Planevaluierung).

Streuverlust/Fehlstreuung

Durch Werbemaßnahmen erzielte Kontakte bei Personen, die nicht der definierten Media-Zielgruppe angehören. 

Tabellierungen

Tabellierungen ermöglichen eine Auswertung von Daten anhand von verschiedenen Zielgruppen und entsprechen in ihrer Darstellung einer Kreuztabelle. Der Vorteil von Tabellierungen ist, dass nicht nur Sender gegen Zielgruppen ausgewertet werden können, sondern auch Zielgruppen gegen Zielgruppen. Die Stärke dieser Form der Darstellung liegt in der Übersichtlichkeit: Es können mehrere Zielgruppen nebeneinander bzw. eine Zielgruppe mit mehreren Leistungswerten dargestellt werden.

Tagesablaufschema

Um zu ermitteln, welche Tätigkeit eine Befragungsperson an einem Tag ausgeübt hat, und welche Medien dabei genutzt wurden ( In der ma ist der Tagesablauf in 15 Minuten Intervalle aufgeteilt (5-24 Uhr ).

Tausend-Hörer-Preis (THP)

Begriff für den Tausend-Nutzer-Preis, nur auf den Werbeträger Hörfunksender bezogen. Preis pro 1000 Hörer eines Senders, wobei jede Person nur einmal in die Rechnung eingeht. Formel: Kosten x 1000 geteilt durch Nettoreichweite in Tsd. Bei einer Einschaltung gilt: THP= TKP bei einem Sender. 

Tausend-Kontakt-Preis (TKP)

Dieser Wert gibt in Euro an, wie hoch die Kosten sind, um bei einem Werbeträger 1000 Kontakte zu erreichen. Er gibt damit eine wesentliche Aussage über das Preis/Leistungsverhältnis. Formel: Kosten x 1000 geteilt durch Bruttoreichweite in Tsd. Bei einer Einschaltung gilt: TKP=THP bei einem Sender.

Überschneidungen

Die Überschneidung mehrerer Werbeträger. Die externe Überschneidung bedeutet, dass zwei oder mehrere verschiedene Werbeträger denselben Nutzer haben, also die Überschneidung der Nutzerschaften zweier oder mehrerer Medien. Im einfachsten Fall hört ein Nutzer z.B. zwei Hörfunksender. Für Werbemaßnahmen bedeutet die Überschneidung eine Erhöhung des Kontakts, bei gleicher Nettoreichweite. Die interne Überschneidung dagegen bedeutet, dass bei mehrfacher Belegung eines Werbeträgers die Nutzer (Hörer) dieses Werbeträgers natürlich auch häufiger Kontakt mit der Werbung haben, also die Überschneidung innerhalb der Nutzerschaft mehrerer Ausgaben eines Mediums. Bei einem Sender mit hoher Stammhörerschaft ist die interne Überschneidung sehr hoch. Je höher die interne Überschneidung, desto höher ist der Werbemittelkontakt, desto niedriger ist aber auch die erzielte Nettoreichweite. 

Verbrauchs-und Medienanalyse (VuMA)

Die VuMA ist die derzeit aktuellste Markt-Media-Studie für die Mediaplanung mit Konsumzielgruppen in elektronischen Medien. Ziel ist die Beschaffung zielgruppenqualifizierender Merkmale zur Optimierung von Planungsinstrumenten. Es werden repräsentative Daten zu Lebens-und Konsumgewohnheiten, Informations-und Mediennutzungsverhalten der bundesdeutschen Bevölkerung erhoben. Auftraggeber: ARD, RMS und ZDF (=Verbrauchs- und Medienanalyse)

Verweildauer in Minuten

Sie gibt an, wie viele Minuten im Schnitt diejenigen Radio hören, die am Tag mindestens eine Viertelstunde lang gehört haben. Durch diesen Wert erfährt man, wie lange die Hörer eines Programms durchschnittlich vor dem Programm verweilen. Im Unterschied zur Hördauer wird die gesamte Minutenzahl nur durch die Anzahl der Hörer dieses Programms geteilt. Eine hohe Verweildauer weist auf eine sehr gute Programmanbindung hin. Das heißt, die Hörer, die den Sender hören, tun dies sehr lang. Um die Akzeptanz eines Programms zu prüfen, ist die Verweildauer ein wesentlich besserer Wert als die Hördauer (siehe auch Hördauer).

Visual Transfer

Die Übertragung und Reaktivierung visueller Eindrücke von einem auf das andere Werbemittel, z.B. visuell penetrierte Fernsehkampagnen können nur durch die akustischen Signale in Erinnerung gerufen werden. 1990 führte die IPA plus gemeinsam mit der RMS Hamburg eine Studie durch, die diese Annahme bestätigte und somit die Effizienz des Werbefunks als Komplementärmedium zum TV belegte.

Vollprogramm

Im Unterschied zum Spartenprogramm oder dem Fensterprogramm definiert sich das Vollprogramm im deutschen Rundfunkstaatsvertrag als ein Rundfunkprogramm mit vielfältigen Inhalten, in welchem Informationen, Bildung, Beratung und Unterhaltung einen wesentlichen Teil des Gesamtprogramms bilden. 

Weitester Hörerkreis (WHK)

Das sind alle Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage ein Programm gehört haben. Anhand dieses Wertes kann man sehen, wie verbreitet ein Programm grundsätzlich ist und wieviel Personen überhaupt die Gelegenheit wahrgenommen haben, dieses Programm einzuschalten. Der WHK definiert auch den Radiohörer: Hörer ist, wer in den letzten 14 Tagen Radio gehört hat. (Schon mal gehörte Sender -> Weitester Hörerkreis -> Hörer Gestern)

Welle

Zeitlicher Teil der Feldarbeit einer Untersuchung. Die Durchführung von Untersuchungen in mehreren Wellen dient dazu, mögliche, etwa durch saisonale Schwankungen hervorgerufene atypische Verhaltensweisen der Befragten auszugleichen.

Werbeaufwendungen

Ausgaben für werbliche Zwecke. Die Bruttowerbeaufwendungen in klassischen Medien werden u.a. von Nielsen S+P ohne Abzug von Rabatten erfaßt.

Werbeblock

Die Zusammenfassung von einzelnen Werbespots zu einem Block. Inzwischen hat die Expansion der Privatsender aber die Ausstrahlungsformen von Werbespots verändert, Single-Spots und sporadisches Einblenden während der Sendung sind keine seltenen Ausnahmen.

Werbedruck

Damit werden die gesamten Werbeaktivitäten eines Produktfeldes bezeichnet. Er unterscheidet sich in Eigen- und Fremddruck. Eigendruck meint die Aktivitäten des jeweils werbenden Unternehmens, der Fremddruck meint die Aktivitäten der Konkurrenzunternehmen.

Werbemittel-Kontakt (WMK)

Jeder, auch flüchtige Kontakt zwischen einer Person und dem Werbemittel, z.B. einer Anzeige, einem Hörfunk- oder Werbefernsehspot. Der WMK im Hörfunk gibt die Anzahl der Personen an, die in einer durchschnittlichen Viertelstunde innerhalb einer Stunde erreicht werden. Die Hörer der durchschnittlichen Viertelstunde errechnen sich dabei aus dem arithmetischen Mittel der Addition der Hörer, die in den vier Viertelstunden einer Stunde mindestens einmal erreicht wurden.

Werbemittelkontaktchance (WMKC)

Sie besagt, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Zielgruppe jede Viertelstunde einer Stunde gehört hat. Sie läßt sich ermitteln, indem man den WMK durch den WTK dividiert und mit 100 multipliziert. Das Ergebnis zeigt das prozentuale Verhältnis des WMK zum WTK. Eine Person, die vier Viertelstunden nutzt, hat somit eine Nutzungswahrscheinlichkeit von 100%, eine Person, die nur eine Viertelstunde nutzt, hat eine Nutzungswahrscheinlichkeit von 25%. Je höher die WMKC ist, umso konstanter verfolgt die Zielgruppe das Medium in der Stunde und entsprechend hoch ist die Bindung des Nutzers an das Medium bzw. das Programm in der Stunde.

Werbeträgerkontakt (WTK)

Jeder, auch flüchtige Kontakt zwischen einer Person und einem Werbeträger, z.B. einer Zeitung/Zeitschrift, einem Fernseh-oder Hörfunksender. Der WTK im Hörfunk gibt die Anzahl der Personen an, die von einem oder mehreren Werbeträgern mindestens einmal in irgendeiner Viertelstunde innerhalb einer Stunde einmal erreicht werden. In die Berechnung dieser Netto-Reichweite geht jede Person nur einmal ein, d.h. Doppel- und Mehrfachkontakte werden nicht innerhalb einer Stunde berücksichtigt.

Werbewirkung

Das Ausmaß, in welchem die Werbebotschaft richtig und vollständig an den Empfänger gelangte, wobei sich Einflüsse des Werbeträgers und des Werbemittels hineinmischen.

Wirksame Reichweite

Hierbei geht man davon aus, dass nicht alle Personen (Nettoreichweite), die über eine Kampagne erreicht werden, die Werbebotschaft verstehen. Über eine Kontaktklassenverteilung lassen sich einzelne Kontaktklassen gewinnen, um damit ihre Wertigkeit einzuschränken. Somit können Personen, die z.B. nur 1 Kontakt mit einer Kampagne hatten, aus der Nettoreichweite rausgerechnet werden. Der hierdurch eingegrenzte Wert nennt man Wirksame Reichweite. 

Zentralausschuß der Werbewirtschaft e.V. (ZAW)

Der ZAW ist eine Arbeitsgemeinschaft von Organisationen, deren Mitglieder Wirtschaftswerbung betreiben, vorbereiten, durchführen, gestalten oder vermitteln. Der Dachverband sorgt neutral für den Interessenausgleich zwischen den einzelnen Branchen und Gruppen der Werbewirtschaft. Gleichzeitig stimmt er dort die Grundzüge seiner Werbeaußenpolitik mit den 37 Mitgliedsorganisationen ab. Außerdem tritt der ZAW als Sprecher des gesamten Wirtschaftszweiges bei allen Vorgängen im Zusammenhang mit Werbung gegenüber Gesetzgebung, Regierung, Verwaltung und anderen organisierten Bereichen der Gesellschaft in der Bundesrepublik auf. 

Zielgruppe

Eine nach demografischen oder anderen Merkmalen definierte Personengruppe, die durch eine Werbemaßnahme angesprochen werden soll, weil sie den potentiellen Verbraucherkreis darstellt.